Neuauflage der Varianta – das Volkssegelboot

von | Montag, 14. Juni 2010, 14:14

Es gibt mal wieder etwas zu vermelden von der Nordic-Front. Beim letztsonntäglichen Schmökern in der Sonntags-FAZ stolperte ich über diesen ganzseitigen Artikel. Da stand etwas geschrieben von einem Segelboot, einem Volksboot, für unter 10.000 EUR Neupreis. Der Artikel hat mich gefesselt, seit dem komme ich aus dem Träumen nicht mehr raus.

Varianta 18

Varianta 18 - Foto: hanseyachts

Ich bin ja noch recht neu in der Seglerszene. Deshalb war es mir auch nicht so bewusst, dass es schon vor meiner Zeit in Deutschland ein ähnliches “Volksboot” gab, welches durch seine einfache aber sehr brauchbare Ausstattung als günstiges Einsteigerschiffchen Wellen schlug. Für einen Stückpreis von 20.000 Mark wechselten bis 1984 über 5.000 Varianta I den Besitzer. An diesen Erfolg scheint der Yachtbauer Dehler mit einem Nachfolgemodell anknüpfen zu wollen und brachte jüngst die Varianta 18 auf den Markt, das – ganz im Sinne der Neuzeit – über den Onlineshop für 9.987 EUR geklickt werden kann. Segelfertig, versteht sich. Inklusive Pinne, Groß und Rollfock.

Varianta 18 - Foto: hanseyachts

Seitenansicht - Foto: hanseyachts

Trotzdem kommt die Varianta erst mal recht nackt daher. Ohne Komfortausstattung, also Außenborder, Polster oder dergleichen. Kann man sich freilich noch alles dazu shoppen. Alles Nebensache, wenn man der FAZ glauben darf. Denn neben so manchen 40-Fuß-Yachten macht die kleine Varianta offenbar einen guten Eindruck, auch jenseits der 3-Meilengrenze. Die schnittige Bauform und das Versprechen der Unsinkbarkeit dürften einem Sicherheit auf längere Turns geben. Dank des Balast-Kiels muss man sich auch nicht mit ständigem Kentern ärgern, wie es Jollen in dieser Größe gerne tun.

Der Bericht und die sympathisch aufgezogene Website mit Community der Varianta haben in mir Interesse geweckt. Ich hoffe bald die Gelegenheit zu bekommen, einer Varianta mal auf die Schoten zu fühlen. Solange werde ich noch etwas träumen.

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Ab Sonntag wieder: Dittsche

von | Samstag, 20. Februar 2010, 12:43
Kategorien: Fischernetz

Sonntach gait datt wieder los, Dittsche startet in eine neue Runde. Dann startet der sympathische Hamburger wieder mit seinen Weltideen und es heißt “Warst Du beim Frisör?”. Also, alle Dittsche-Jünger schon mal nen Hobel kalt legen!

Dittsche: Ab 21.2.2010 jeden Sonntag um 23:15 Uhr, WDR

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Über Sisu, Pantomimen und schafsköpfige Politiker

von | Montag, 8. Februar 2010, 20:30

Ach, diese schafsköpfigen Politiker, toten Pantomimen, deren Erben was gegen die Verwertung als Werbekasperl haben und Susi, die sich in Sisu wiederfindet und das mit ihrer Persönlichkeit nicht in Einklang bringen kann, bringen mich um den Verstand.

Kurz: Ich lerne Medienrecht. Unglaublich, welchen verqueren Hirnwindungen man sich als Nicht-Jurist da hingeben muss. Erstrecht, wenn man nie vorhat einer zu werden.

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Silvester in Köln

von | Dienstag, 5. Januar 2010, 9:21
Pegelanzeige am Rhein

Pegelanzeige am Rhein

Zu Silvester stand mal wieder eine Matrosenreise auf dem Plan. Angesteuert wurde der Hafen von Köln, um ein paar optische und später auch akustische Eindrücke zu erhaschen. Bislang gestattete mir die Stadt im Rheinland nur ein paar flüchtige Blicke auf dem Weg zu Messen und Kongressen.

Über Silvester ersoff die Stadt im Nebel, ich kann also die genaue Höhe des Domes von 157,38 m gar nicht bestätigen. Andere Klischees, die man sich erzählt, hingegen schon: Rockträger so weit das Auge reicht. ;-) Was allerdings eher für eine gemütliche Feierlaune sorgt. Ja, das zweite Klischee! Der Kölner fängt automatisch an zu schunkeln, wenn ein Auto mit laut aufgedrehter Anlage vorbei brät.

Fanta4 mit Philharmonie-Orchester

Fanta4 mit Philharmonie-Orchester

Wohingegen ich lieber anfange zu schunkeln, ist bei Clueso und den Fantastischen Vier, wenn sie einem den Silvesterabend im RheinEnergie-Stadion versüßen. Nachdem wir es geschafft hatten unseren Platz zu entern (Stichwort: katastrophale Einlass-Orga!) tauchten die Sprechsänger im Nebel auf und gaben ihre Musik zum Besten. Schätzungsweise 20.000 Zuschauer gingen super mit und zählten schließlich gemeinsam mit den Jungs auf der Bühne das neue Jahr ein, um anschließend mit dem anwesenden Philharmonie-Orchester einen Wiener Walzer auf das Parkett den Rasen zu legen. Eine Wahnsinnsstimmung mit einer Mischung aus Bewegungsdrang als Überlebenstaktik und dem Antrieb durch fetzige Rhythmusmusik. Und zwischendrin haben sich sogar welche ausgedruckte Horoskope vorgelesen. Das hat dann irgendwie auch zum gemischten Gesamtbild gepasst.

Foto by Thomas D himself

Toll! Fanta4 ist auch nach 20 Jahren nicht out und voll auf der Höhe der Zeit. Thomas D twitterte vorweg aus Soundcheck und Backstage, um die Fans in Stimmung zu bringen – mir hat’s zu einer sehr schönen Silvesterfeier verholfen.

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Segway. Oder: Hummeln auf Speed

von | Dienstag, 24. November 2009, 21:16


Video auf Segway Kult-tour Berlin

Wenn man auf einem Segway durch Berlin-Mitte kurvt, gewinnt man (noch) jede Aufmerksamkeit gegen einen röhrenden Ferrari. Auch, wenn nicht jeder was mit dem Namen anfangen kann, diese “Gefährte” hat jeder schon irgendwo mal im Fernsehen gesehen.

Segway faaaaaahrn

Segway faaaaaahrn

Vergangenes Wochenende hatte ich dann das Vergnügen, eine ausgiebige Tour mit einer Elektrohummel zu machen. Vergnügen ist der richtige Ausdruck! Ich wollte gar nicht mehr runter. Kinnings, das ist genial! Es dauert maximal 5 Minuten, dann hat man die Funktionsweise durchschaut und das Gleichgewichthalten ist kein Problem mehr. Generell lassen sich die Teile intuitiv fahren. Völlig relaxt steht man mit 20 Sachen in der Gegend herum und muss nur noch absteigen, um sich mal die Füße zu vertreten.

Wir hatten eine “Kult-Tour” gebucht, eine zweistündige Stadtführung auf Segways durch Berlin-Ciddy. Allerdings bestand unserer “Reisegruppe” aus vier Berlinkundigen neben Stadtführer. Die Gespräche bestanden also eher aus Fachsimpeleien über Fahr- statt Bauwerke, was dem Spaß jedoch keinen Abbruch tat. So kurvten wir also durch Berlin-Mitte, durchs Regierungsviertel und unter den Linden entlang. Für Stadtführungen ist ein Segway das ideale Gefährt. Man bekommt keine lahmen Füße (sie schlafen einem mangels Bewegung eher ein) und ist so wendig, wie ein Fußgänger. Auch Bordsteine stellen kein unüberwindbares Hinderniss dar und mit bis zu 20 km/h schafft man ein paar Ecken.

Wenn diese Elektromofas nicht so absurd teuer wären (>5000 Euro), wüsste ich jetzt, was ich mir zu Weihnachten schenken ließe. Ich bin gespannt, wann sich andere Städte dieses Highlight abgucken werden.

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Der Checker – mehr Frauen fürs Männerfernsehen!

von | Donnerstag, 19. November 2009, 16:21
Lina van de Mars - auch Frauen dürfen in Autowerkstätten. Foto: DMAX

Lina van de Mars - auch Frauen dürfen in Autowerkstätten. Foto: DMAX

Ich muss gestehen, dass es wieder ein mal eine Reallity-Soap in den Kreise meiner Lieblingsserien geschafft hat. Ja, es wird noch schlimmer, sie läuft auch noch im Unterschichten-Fernsehen, im Kanal DMAX. Es handelt sich um die bereits legendäre Du-gibst-misch-Geld-isch-kauf-disch-gebrauchtes-Auto-Sendungen Der Checker.

Der Checker. Foto: DMAX

Der Checker. Foto: DMAX

Alex Wesselsky aka Der Checker checkt für Zuschauer zu einem vorgegebenen Budget Gebrauchtwagen und sucht den besten heraus. Lina van de Mars bringt die Hütte dann noch auf Vordermann, pimpt ein bisschen hier, ein bisschen da und fertig ist der Bock. Und die Episode. Klingt nicht spannend? Isses aber. Es ist nämlich eine wahre Freude, dem Checker beim Testfahren der zum Teil ollen Karren zuzuschauen und zu seinen herrlichen Checkerreimen zu schmunzeln: (“Ein, zwei, Polizei? Drei, vier, nicht mit mir!”, “Oh Schreck, das Heck!”, “Das ist ein Fall für Jochen, meinen Lieblingskillerrochen.”, “Es gibt zwar ein Colt für alle Fälle, aber kein Gold für eine Delle!” (Favorit!!). Böse Zungen behaupten, der Checker hätte selbst schon das eine oder andere Mal am Auspuff geschnüffelt. Jedenfalls hat der studierte Geisteswissenschaftler (Geschichte, Anglistik, Germanistik, Medienwissenschaft) und Gründer der Hardrock-Bands Megaherz und Eisbrecher offenbar Benzin im Blut. Und seine Vielfalt tut der Sendung gut.

Aber auch Lina versteht in ihren leider deutlich kürzeren Auftritten die Kunst der Unterhaltung hervorragend und stärkt die Rolle der Frau in KFZ-Werkstätten. Auch ihr unterhaltsamer Charme und die häufig so subtilen Gags sind es, die mich an die Serie fesseln.

Naja. Und selbstverständlich ist es die Begeisterung für die motorisierten Untersätze in Preisklassen, fernab der Hochglanzmagazine von auto motor und sport-TV & Co, die den Checker immer wieder bei mir im Vorabendprogramm laufen lassen.

Abschließen möchte ich meine Hymne mit einem Linktipp für Jungs und Mädels gleichermaßen. Lina van de Mars schrieb nämlich gestern im sendungseigenen Blog über den schwierigen Stand von Frauen in KFZ-Werkstätten. Also ich kann das ja gar nicht verstehen.

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Segelkurs, Teil 2

von | Montag, 5. Oktober 2009, 16:48

Wie lernt man segeln? Indem man es tut. Die Tage verstrichen im Nu. 8 Uhr Frühstück, 9 Uhr Einteilung auf die Boote, bis 12 Uhr segeln, bis 13 Uhr Mittagspause, dann bis 16 Uhr segeln und anschließend bis 18 Uhr Theorie bei Ralf.

Die Gummiwurst

Die Gummiwurst

In den Pausen ließen wir uns von den Fachsimpeleien anstecken und konnten den Profis beim Segeln zusehen. Den einen Tag fuhren Hobbit und Sonja mit einer Gleitjolle raus. Kaum waren sich außer Sichtweite wurden sie und wir von einem Unwetter überrascht. Es zog auf einmal völlig schwarz zu, Weltuntergangsstimmung machte sich breit. Es folgte ein Spektakel! Man war sich zunächst unsicher ob man den beiden zur Hilfe kommen müsste. So eine Jolle kentert sehr schnell und bei Sturm auch auch gerne mal durch. Dann rannte Florian doch los zum “Gummiwurst” genannten Schlauchboot, um mit Highspeed der Jolle in der nächsten Bucht zur Hilfe zu kommen. Wenig später sah man auf einmal den Seenotrettungskreuzer “Heiligenhafen” unter Blaulicht den Hafen verlassen – was war passiert? Später stellte sich heraus, dass eine vorbeifahrende Yacht die tatsächlich gekenterte Jolle gesehen und die Seenotrettung alamiert hatte. Florian war allerdings schneller da als die “Heiligenhafen”.

Die Heimkehrenden. Im Hintergrund zieht das Unwetter von Dannen

Die Heimkehrenden. Im Hintergrund zieht das Unwetter von Dannen

Kurze Zeit später verzog sich das Unwetter wieder und die Schiffbrüchigen segelten friedlich, beinahe bei Flaute, zurück in die Bucht und bescherte allen Bangenden einen traumhaften Blick auf das heimkehrende Boot.

Die folgenden Tage perfektionierten wir unsere Segelkünste. Ich versuchte eine “Möwe” einhand, das heißt alleine, zu segeln. Klappte prima! Eigentlich noch viel besser, als zu zweit. Muss man sich nämlich nicht mit irgendwelchen lästigen Kommandos herumschlagen. Die nächste Ausbaustufe war dann alleine segeln ohne Ruder! Nur durch Segelstellung und Gewichtsverlagerung. Ist schwierig, funktioniert aber.

Ja, und zum Schluss kam dann noch das große Bangen, ob ich meine Prüfung denn überhaupt machen darf. Wir hatten zum Glück einen sehr freundlichen Prüfer aus Heiligenhafen, der alle Prüflinge am Donnerstag schon theoretisch abnahm. Ich sollte abends dann schon meine praktische Prüfung machen, alle anderen dann am Folgetag. Tja und während ich noch beim Schreiben der Theorieprüfung war, zog es sich zu. Es kündigte sich ein Unwetter an, wie wir es ja schon ein paar Tage zuvor kennengelernt hatten. Das Unwetter kam dann auch. Mit Platzregen, Gewitter, Sturm, Hagel und allem was dazu gehört. Zum Glück waren es Schauer, die mir eine Pause boten, in der ich schnell meine Prüfungsrunde auf Segelboot und Motorboot drehen konnte: Ablegen, eine Halse fahren, Boje-über-Bord-Manöver, Wende fahren, zurück zum Steg kreuzen und wieder anlegen. Anschließend Motorboot: Ablegen, Boje-über-Bord-Manöver, Anlegen. Alles ging gut und zehn Minuten hatte ich strahlend meinen Lappen (ein echter Papierführerschein!): Den Sportboot-Binnen-Führerschein in der Hand!

Den anderen erging es weniger gut, als mir. Als wir alle am nächsten Morgen aufstanden, ich schon mit gepackten Sachen, aus dem Schlafsaal krochen, war das Wasser weg. Kein Scheiß! Der Sturm hatte die ganze Nacht lang gewütet und das Wasser komplett aus der Bucht gedrückt. Alle Boote lagen auf Grund und waren zum Teil zur Seite gekippt. Lediglich die ausgebuddelte Fahrrinne und das Hafenbecken hatten noch Wasser! Sowas hatte hier noch niemand erlebt – nicht in dem Ausmaß!

Und plötzlich ist das Wasser weg.

Und plötzlich ist das Wasser weg.

Ich erfuhr am Abend per SMS, dass alle anderen ihre praktische Prüfung ebenfalls bestanden hatten. Und zwar im Hafenbecken ohne Vorsegel! :-D

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5kg nutella-Fässer regeln die Welt!

von | Sonntag, 4. Oktober 2009, 13:53

Nutella

Mein ganzer neuer Stolz! 5kg nutella am Stück. Endlich mal eine Menge, die fürs Wochenende reicht! ;) Mir stellen sich gleich ein paar Fragen:

  • Die Aufschrift ist vollständig auf italienisch. Ich habe den Eindruck, das Innere ist ebenfalls italienisches nutella und anders als deutsches. Es scheint mir etwas fetthaltiger zu sein. Ist das logisch? In Italien ist es eigentlich wärmer, als hier. Da sollte für die Streicheigenschaft weniger Fett beigemischt sein oder? Vergleicht man die Nähwertangaben mit einem deutschen nutella-Glas unterscheiden sie sich geringfügig. Nicht allerdings der Fettgehalt: 31% bei beiden.
  • nutellaDie Präzision der Verarbeitung des Fasses ist bemerkenswert! Es ist vollständig aus braunem Kunststoff gefertigt und der Deckel hat einen Henkel zum tragen. Der Henkel ist so präzise verarbeitet, dass er beim herunterklappen am Deckel leicht einrastet. Dass sich sowas lohnt bei nutella? Oder gibt es da wieder irgendwelche EU-Vorgaben?

Und bevor hier jemand lästert, ja diese Fragen beschäftigen mich! :-)

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