Von Filmen, guten und schlechten Partys
| Sonntag, 5. November 2006, 17:12Wie Ihr wisst plante ich für die vergangene Woche einige abendliche Bespaßungshighlights, die ich auch tatsächlich in die Realität umzusetzen vermochte.

Highlight eins führte mich in eines der lokalen Kinos. In Begleitung drei reizender Damen sah ich mir “Ein Freund von mir” an – ein Film von Sebastian Schipper mit Starbesetzung. Daniel Brühl oder Jürgen Vogel versprachen jedenfalls einiges.
Kurz zur Handlung: Männerfreundschaft. Schnelle und schicke Autos, die Begegnung zwischen einem Yuppie und einem Lebenskünstler. Rezension auf sueddeutsche.de. Der Film könnte zu einem meiner Lieblingsfilme avancieren. Ich erntete einige unverständliche Gesichter, als ich nach dem Film die Schnellkritik “unglaublich ästhetisch” äußerte. Mich beeindruckte der Film jedoch wirklich nicht nur durch die schauspielerische Leistung, sondern viel mehr durch die tiefsinnige Handlung, die das Klischee der Männerliebe zu tollen Autos in angenehmer Art und Weise zu bebildern versuchte. Es war eine wahre Freude anzusehen, wie sich die oberflächliche Freundschaft zwischen den Charakteren Karl und Hans unter Begleitung wirklich angenehmer Atmosphären zu einer echten Freundschaft entwickelt.
Ich meine, hey – ich bin ein Mann! Die Autos: Ein Traum! Lamborghini Gallardo, VW Phaeton und andere Superlative. Dazu ein Traum von Frau und Schauspielerin (Sabine Timoteo). Ich bin immernoch ganz verzaubert.
Mein Fazit: Absolut sehenswert. Die DVD werde ich mir auf jeden Fall zulegen, sobald sie raus ist.
Gedankensprung. Es gibt sie noch. Es gibt noch gute Privatpartys. Ich kann gar nicht sagen, ob es nur eine subjektive Wahrnehmung ist oder ob es sich generell abzeichnet, dass Partys nur noch selten dafür geeignet sind, bei einem genüsslichen Schluck alkoholhaltigen Getränks gute Konversationen zu führen. Mein Eindruck ist es, dass “Party machen” bei vielen Jugendlichen und jungen Erwachsenen (sagen wir im Alter von 17 bis 24) eigentlich nur noch kollektives Saufen bedeutet, sodass die erwähnten Konversationen nicht mehr möglich sind.
Gesten habe ich mich in meiner These unterstützen lassen. Es war mal wieder möglich, nach dem üblichen Biermarken-Smalltalk zum Einstand der Party wirklich gute Gespräche über Musik oder z.B. die erste Wohnsituation außerhalb der elterlichen vier Wände zu führen (sehr erheiternd). Man beachte: Die Gesprächspartner waren jenseits der 24.
Ja, ich weiß, ich selbst bin absolut die Zielgruppe, die ich kritisiere. Ich sehe mich jedoch als Verfechter der guten Unterhaltungen an und sehe Meinesgleichen im Verkommen.
Wie steht Ihr dazu?
Meinen mäßigen Alkoholkonsum belegte übrigens meine heitere Stimmung in der Bahn nach Hause, die sonst immer durch Begleiterscheinungen, wie Müdigkeit oder Schwindel getrübt ist, wenn ich mich auf einer Saufparty durch unbändigen Gruppenzwang zum Beck’strinken hab verleiten lassen.
- Laune-Akku:
– gutes Wochenende.
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Leichtmatrose Hannes schrieb
am 9. November 2006 um 08:37:
Ich scheine mal wieder ein exotische Meinung zu haben. Oder seid Ihr zu faul den Text zu lesen? Tse tse tse.
BRANDUNGSKIEKER » i just can’t wait til saturday schrieb
am 28. November 2006 um 21:08:
[...] Das Wochenende war schön aber auch etwas stressig. Ich war mal wieder im hohen Norden (u.a. Kundenbesuch). Hatte einen Mietwagen. Keinen Audi, sondern einen Daimler. Falco hätte es wohl gefreut . Ja, was soll ich sagen. Ich finde 230 km/h schon echt arg schnell und ich glaube, ich würde nicht mehr schneller fahren wollen. War jedenfalls ein angenehm flottes Modell. Weniger angenehm war, dass am Sonntagabend kurz vor Aufbruch ein Taxifahrer meinte, mir noch eine Schramme in das Auto fahren zu müssen. Die Minuten bei der Mietwagengesellschaft, die dabei drauf gingen den Schadensbericht auszufüllen fehlten mir später beim Erreichen meiner Bahn. Das, wiederum, hatte zur Folge, dass ich den Weg mit dem vorher eingeladenen Bike zurücklegen musste. Eingeweihte wissen, was das für eine Strecke ist… Als ich am Freitag den Wagen bei der Gesellschaft abholte, fiel mir übrigens gleich ein Plakat auf, welches Werbung für den Film “Ein Freund von mir” machte. Es gab sogar einige Freikarten zu gewinnen. War es also doch bewusstes Product Placement in dem Film. Ich dachte, in Deutschland sei es auch mal möglich ein Produkt in einem Film abzubilden, ohne dass gleich das Werbebudget des jeweiligen Herstellers strapaziert würde. [...]