Barcelona
| Samstag, 13. Oktober 2007, 21:33Nachdem ich jetzt so langsam mein Leben in die richtige Richtung gelenkt habe, räume ich jetzt mal von hinten auf. Zuallererst: Diese Rubrik müsste eigentlich nicht mehr “Matrosen auf Reise” heißen, sondern “Leichtmatrose Hannes mit Lotte auf Reisen” – nunja. Jedenfalls war ich mit der Lotte oder nee, eigentlich auch umgekehrt, die Lotte mit mir in Barcelona. Die deutschen Städte reichen uns nicht mehr aus, jetzt muss auch das Ausland dran glauben. Selbst, wenn man kein Brocken der Sprache beherrscht, die am Zielort gesprochen wird. Egal. Rein ins Gewühl und seinen Beitrag zum Krach liefern.
Der Krach ist jedenfalls ein Aspekt, der einem sofort ins Ohr springt, wenn man sich in die zweitgrößte Stadt Spaniens begibt. 1,6 Mio. Einwohner geben mit lautstarkem Telefonieren, diversen Autos, Motorrädern und unglaublich lautem Fernsehen ihr Bestes. Mit 11,5% Studentenanteil kann Barcelona Ilmenau natürlich nicht das Wasser reichen. Aber zugegeben, die Anzahl der Tappasbars ist höher. Tappas – das sind diese kleinen Mahlzeiten, von denen es in den Bars viele verschiedene gibt und die tückischerweise in den Speisekarten oft nur namentlich und ohne Beschreibung erwähnt werden. Eine Bestellung endet so häufig in einem bühnenreifen Freestyle, mit der Hoffnung, dass man keine rohen Schafsköpfe serviert bekommt. Wir hatten jedenfalls meistens Glück. Auf dem Bild unten sieht man Bohnen mit einer Art warmen Dressings und Miniwürstchen in einer Weinsauce – sehr delikat!
Ein paar Worte zu spanischem Bier. Es ist nicht zu vergleichen mit dem Bier, was hier landläufig unter dem Namen “spanisches Bier” verkauft wird. Erstens bekommt man immer ein großes Bier und zweitens hat es deutlich mehr Umdrehungen, als wir es gewohnt waren. Das hatte eine amüsante Heimfahrt zufolge, die uns prompt mit spanischen Jugendlichen in der U-Bahn solidarisieren ließ.
Ich glaube mit dem Pegel hätten wir die Odyssee den einen Abend in die Stadt nicht überstanden. Aus Faulheit, den Weg vom Hotel zur Metro zu laufen, kam ich auf die grandiose Idee, den Bus noch zu erreichen, der grad an uns vorbei fuhr und auf dessen Anzeigetafel ich im Augenwinkel unsere Richtung, nämlich den Umsteigepunkt “Espanya” zu erkennen meinte. So nach 5, 6 Kilometern in die verkehrte Richtung fanden wir dann raus, dass es sich bei dem Bus offenbar um irgendeinen Schienenersatzverkehr handelte und wir jetzt in einem unbekannten Stadtteil irgendwo mit dem Bus im Stau standen. Ohne passenden Stadtplan und – wie gesagt – keinem Brocken Spanisch total aufgeschmissen. Die Suche nach einer Metrostation zum Umsteigen gestaltete sich als schwierig, weil die Hinweisschilder nicht wie hier in Deutschland an einer Kreuzung in großem blau gleich 28mal stehen, sondern höchstens eines in der Größe von 0,5quadratnanometer und das auch noch versteckt oder zugewachsen…
Die Sehenswürdigkeiten, die man sehen muss haben wir alle brav abgeklappert. Dem entsprechend war eine gewisse Müdigkeit Abends nicht zu verkennen. Die Fahrt soll sich schließlich lohnen. Auf dem Bild hier oben sieht man den Ausblick auf die Stadt, wenn man im Park Güell ist – einer der Sehenswürdigkeiten Barcelonas.
Eine Schatte wirft ihren Palmen. Nee, umgekehrt.
Der Haifisch vorm Aquarium lädt zum Entspannen ein.
Auch in Barcelona gibt es diverse Starbucks, die ebenfalls zum Entspannen einladen.
Lotte studiert, am Hafen sitzend, den Reiseführer.
Alle Bilder in groß natürlich noch auf flickr
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Leichtmatrose Falk schrieb
am 16. Oktober 2007 um 21:16:
Hannes und sein Brownie – nein, was ein geiles Bild =)
Falco schrieb
am 16. Oktober 2007 um 22:23:
Ihr zwei seid echt goldig.
Leichtmatrose Hannes schrieb
am 17. Oktober 2007 um 01:26:
War auch echt ein schöner Kurzurlaub! Hier in Ilmenau gibts leider keine Brownies. Ich muss die Lotte noch mal dazu überreden, mir welche zu backen
Ralf schrieb
am 22. Oktober 2007 um 19:22:
Barcelona ist wirklich klasse. Ich war auch schon mehrmals da und kann es nur jedem weiterempfehlen.
Hab gerade gesehen, dass du in Ilmenau studierst – kannst du die Hochschule empfehlen? Hab schon viel darüber gehört, wie toll die Umgebung und die Ausbildung sein soll. Selbst kennen tue ich dort allerdings niemanden.
Viele Grüße,
Ralf
Leichtmatrose Hannes schrieb
am 24. Oktober 2007 um 18:15:
@Ralf: Bisher auf jeden Fall. Und was man von den älteren Semestern hört ebenfalls. Ich selbst bin ja allerdings gerade mal einen Monat hier. In einem Jahr kann ich bestimmt noch mehr sagen