Der Weg zum Bikeaholic

von Leichtmatrose Hannes | Mittwoch, 18. Juni 2008, 20:07

Als Nordlicht in Thüringen hat man es schwer. Noch schwerer hat man es als mountainbikendes Nordlicht in Thüringen. Immer, wenn ich mal in die Verlegenheit komme, von meinen Hobbys zu erzählen, taucht da an erster Stelle natürlich das biken auf. “Ja ähm also ich fahre Mountainbike. Wobei, mehr Geländebike. Mountains sind da ja nicht so viele”. Ist schon echt komisch, wie man sich für sein eigenes Hobby rechtfertigen muss. Rechtfertigen vor allem vor sich selbst.

Dieses Problem habe ich nun seit ein paar Monaten nicht mehr. Um mich herum gibt es Berge genug, die hier mancheiner nicht einmal zu Fuß, wandernd, erklimmen mag. Meine biketouren waren meistens alleine, wenn mal jemand aus dem Kreise meiner Kommilitonen mitgekommen ist, dann erinnerte die Tour eher an einer Spazierfahrt, als an Sport. Gut, die Suche ging also weiter und vor Kurzem habe ich dann ein Ilmenauer Moutainbikeforum entdeckt. Bereits am nächsten Tag bot sich eine Tour an. Ja, ich habe mich getraut, mitzufahren. Im Nachhinein bin ich ehrlich stolz! :-) Angedacht waren 40km und 3h Fahrzeit. Irgendwie sind es dann 60km und 5h Fahrzeit geworden. Ansich ja kein Ding. Der kleine aber feine Unterschied sind allerdings die Höhenmeter im Vergleich zu der gewohnten nordisch-heimischen Umgebung. Früher sahen Streckenprofile in etwa so aus – heute dann eher so . Den Unterschied nennt man 1.200 Höhenmeter. Den Unterschied merke ich vor allem in meinen Beinen. Nach der besagten Tour war ich erstmal zwei Tage unpässlich. Das aufs-Klo-setzen glich Climbing mit fortgeschrittenem Niveau.

Okay, was lernen wir daraus? Ich habe mir jetzt vorgenommen, mehrfach wöchtenlich für den Mountainbike-Sport etwas zu tun. Habe heute dann auch gleich angefangen und meinen defekten Tacho eingeschickt. :-)

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