Interview mit »Ohrentoast«

von Leichtmatrose Hannes | Montag, 7. Juli 2008, 23:10

Bei einer längeren Zugfahrt unter Kommilitonen fragte mich eine meiner Mitreisenden warum ich immer so lachen müsste, was ich denn da höre auf meinem iPod. »Radio Brennt«, sagte ich, »kennste?«. »Bitte was?« »Radio Brennt, einen Podcast.« Sie erstaunt: »EINEN WAS?«. Dem hatte ich erstmal nichts mehr zu entgegnen. Gibts doch echt noch Leute, vor allem Studenten, die sich mit dieser vorzüglichen neuen Art des Radio hörens noch nicht auseinander gesetzt haben. Zugegeben, Radio Brennt ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Aber seit mittlerweile einigen Episoden ist eine neue andere Produktion gestartet, bei der es auch (oder erstrecht) für Studenten nicht mehr zählt, nicht zu wissen, was ein Podcast ist.

Ohrentoast richtet sich speziell an Studenten und solche, die es einmal werden wollen. Eine Hand voll aktiver Lernender der TU Ilmenau starteten am 18. Juni mit der ersten Folge Ohrentoast. Die drei ersten Episoden gefielen uns sehr. Die Themen drehen sich rund um den studentischen Alltag, es gibt ein paar heiße Musiktipps, sowie ein Statement zur aktuellen Lage von Oma Lonni, die schon jetzt das Zeug zur lebenden Legende hat. Jede Episode ist aufwendig produziert, bietet eine sehr gute Audioqualität und ist mit einer Länge von etwa 12-15 Minuten absolut erträglich.

Exklusiv für den Brandungskieker haben uns die Jungs und Mädels von Ohrentoast einmal hinter die virtuellen Kulissen schauen lassen.

Brandungskieker: Podcasts gibt’s täglich mehr – was war Eure Intention für einen neuen Podcast?
Ohrentoast: Wir haben uns alle schon länger für Podcasts interessiert und gemerkt, dass es da eigentlich nicht so viel für Studenten gibt: also keinen Podcast, der alle Studenten in Deutschland anspricht und gleichzeitig auch professionell von Studenten gemacht wird. Deswegen haben wir uns mal Gedanken gemacht, wie ein neues Format für dieses Medium aussehen kann.

Sind Eure Zielgruppe denn vorwiegend Studierende der TU Ilmenau?
Nein, wir suchen gezielt nach Themen, die alle Studenten in Deutschland betreffen z.B. die Studienplatzklage, Masterbewerbungen oder auch unsere Rubrik über deutsche Studentenbands. Wir haben sogar auch schon Feedback von Hörern aus Österreich und der Schweiz bekommen.

Habt Ihr Euch auf den Start von Ohrentoast vorbereitet und wenn ja, wie lange?
Die Idee hatten wir schon länger und im Februar 2008 haben wir dann angefangen das Projekt konkret zu planen, also Rubriken festzulegen, die Aufgaben zu verteilen, Soundelement zu produzieren und letztendlich auch einen Namen zu finden. Und nach vier Monate konnten wir dann den ersten Ohrentoast produzieren.

Wie viele Personen arbeiten an einer Episode?
Wir sind fünf Leute – also genau genommen sechs, weil Oma Lonni natürlich auch an jeder Sendung beteiligt ist. Jeder von uns ist für eine Rubrik verantwortlich, aber die Endproduktion machen wir dann alle zusammen.

Wird es Ohrentoast in drei Jahren auch noch geben?
Hoffentlich. Also wie lange es Ohrentoast geben wird, entscheidet natürlich der Erfolg. Bis jetzt sieht es da ganz gut aus, wir hatten bis jetzt schon fast 2000 Hörer und auf lange Sicht gesehen möchten wir das Projekt auch an motivierte jüngere Studenten weitergeben.

Und: Wo wohnt die coole Oma Lonni, die sich mit der Wii und Fäkalsprache so grandios auskennt? :-)
In Börnchen: also am besten ihr googelt das mal.

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