geit looooos! 2009
| Mittwoch, 7. Januar 2009, 3:26Moin 2009!
Nun ist das ja so: man muss sich schon bemühen um was auf die Beine zu stellen. Das war schon immer so, und wird auch immer so bleiben. Und damit einem das leichter fällt, etwas zu schaffen, gibt es passende Gründe. Gründe die man dazu missbraucht, Entschuldigung zu sein für das eigene Tun.
Ja, auch wir Matrosen haben natürlich den Jahreswechsel begangen.
Und das auch noch gemeinsam. Und es war sehr spaßig! Aber wir haben nicht nur zu zweit am Wasser gesessen. Nein, wir haben richtig was unternommen. Und damit sich der Spaß gleich noch multipliziert, haben wir aus der Sylvestersause gleich noch ein Bloggertreffen gebastelt. Und damit das noch besser wird, sind wir auch noch in die Bundeshauptstadt gefahren. <Grund: für alle erreichbar und dazu noch Basislager der Lotte.>
Die beiden Leichtmatrosen haben also ihre sieben Sachen gegriffen und haben sich nach Börlin Ciddy aufgemacht. Grund: Sylvester gemeinsam feiern und Freunde treffen. Denn natürlich waren auch noch ein paar andere liebe Menschen aus dem Reallife dabei!
Nach einem zünftigen Sylvesterhamstereinkauf bei Kaufland (das muss man sich wohl vor Sylvester geben – so denken nach meinen Schätzungen zumindest 68,3% der BerlinerPfannkuchen. <Grund: großes Sortiment, Spaß am Einkaufen, Angst nichts zu Essen zu bekommen.>
Selbstredend wurde die Partie mit einem klassischen Raclette eröffnet. <Grund: Is richtig lecker, man verbraucht spielend die Zeit bis zum Jahreswechsel, macht man halt so.> Über die Dauer des Essen wurde immer wieder über Pfannenhebetechniken und Garmethoden philosophiert. Die von mir bevorzugte und meines Erachtens auch einwandfrei ausgeführte beidgehändete Singlepfännchen-Zeitverschnitt-Gartechnik wurde nicht für Nachahmenswert erachtet. Selbst schuld. Auch meine Pfannenfertigung wurde mit Argwohn betrachtet. So arbeite ich gerne mit Lagerhaltung auf dem Teller, das gibt ein gutes Gefühl, nicht verhungern zu können. Scheinbar gehe ich damit voll gegen den aktuellen Raclette-Trend. Zur Zeit ist eine Geschirrgrößen minimierende Just-in-time Pfannenabfertigung in aller Raclettierermunde. Nun, mag sein, dass es das Esserlebnis spontaner macht (was da halt grad für ein Schälchen vorbeikommt), aber das Gedrängel im Luftraum über dem Tisch war schon enorm. Ich schwieg und spies…
Nach dem Essen durfte das obligatorsche Bleigießen natürlich auf keinen Fall fehlen! Ich goss eindeutig eine Frau! Alle weiteren Teilnehmer ihre Ergüsse bewegten sich ebensfalls irgendwo zwischen Menschenteilen, Speerspitzen und Cobraköpfen.
Nachdem alle auf ihre Art satt, sitt und verbleit waren, begaben wir uns in den Häuser- und Nahkampf. Auf Berlins Straßen wurde von Balkonen und hinter Autos geschossen, detoniert und gesprengt was das Zeug hielt. Wir waren übrigens auf dem Weg zur Puppe um die Gruppe für den heutigen Abend komplett zu machen. Wir stürmten in alter Sylvestermanier durch die Flure und Katakomben ins Puppenhaus und begrüßten die dortige Feiergemeinde mit dem freundlichen Abriss der Garderobe. Gut gelaunt räumten alle gemeinsam den Schutt- und Jackenhaufen beiseite und begaben sich in die Küche. Nach einigen leckeren Mojito machten wir uns dann mit Minze zwischen den Zähen zur letzten Etappe unseres Abends auf.
Wir fuhren, umgeben von ständigen Detonationen im Tunnelbereich, durch Berlin zum Fuße des Teufelsberges. <Grund: den Ausblick über das nächtliche Berlin genießen.> Ausgestattet mit modernster LED-Nachtbelichtungstechnik wagten wir den riskanten Aufstieg. Getrieben wie eine Herde Schafe stapften wir in einem Strom von Menschen, gehetzt von der inneren Sylvesteruhr, den Hang hinauf. Auf dem Gipfel eröffneten sich das groteske Balzritual von alkoholverstrahlten Teilzeitpyromanen und anderen explosionsverherrlichenden, von Schwarzpulverdämpfen lebenden, Kreaturen. Das Einmischen von weiteren Balzrivalen wurde durch den konsequenten Einsatz von Boden-Boden Raketen mit Blendköpfen im Keime der Idee erstickt. Langzeitschäden sind nicht aufgetreten. Und dann war es soweit, der Jahreswechsel wurde feierlich zelebriert vollstreckt. Ein Hexenkessel! Dass man die schöne Aussicht über die Stadt und das Feuerwerk nach wenigen Minuten optisch nicht mehr erfassen konnte ist die logische Konsequenz der Rauchintensiven Feuerwerksgeschosse. Wir genossen aller Umgebung und der gefühlten sibirischen Kälte zum Trotz die leckeren süßen PfannkuchenBerlinerPfannkuchen. Die Jahreswende wurde mit Bier und Sekt begossen. Der Höhepunkt und wärmender Hochgenuss war dann der in Thermoskannen zur Hitzespeicherung gezwungene Glühwein. So wurden halb abgefallene Fingerkuppen wieder reanimiert und wir konnten den Abstieg antreten.
Erschöpft von allen Strapazen des Tages wurde die Heimkehr beschlossen. Zuhause gab es dann noch ein 2009-WIllkommenspilseken und zur Entspannung eine Folge "Boston Legal" Herrlich. Schönes Sylvester! Vielen Dank an alle die bei diesem Urlaub dabei waren!
Auch von uns Leichtmatrosen ein herzliches Willkommen im Jahr 2009! Lass krachen! Ach ja, wenn jemand noch mehr lustige Fotos hat…
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Puppe schrieb
am 7. Januar 2009 um 09:52:
Die Abrissfirma “Brandungskieker” ist jederzeit willkommen im Puppenhause. =) Du hast das Silvester sehr treffend beschrieben. Schön.
Leichtmatrose Hannes schrieb
am 7. Januar 2009 um 10:00:
*lach* wir hätten die Garderobe konsequenterweise mit auf den Trümmerberg nehmen sollen
Puppe schrieb
am 7. Januar 2009 um 10:31:
Hahahaha…..niemals. Ihr habt die Garderobe ja nicht in Stücke gerissen, sondern nur aus der Wand verfrachtet. Nix mit Trümmern also.
Leichtmatrose Hannes schrieb
am 7. Januar 2009 um 13:03:
Dann hätten wir halt die ganze Wand mitgenommen. Die Randale ist ausbaufähig
Puppe schrieb
am 7. Januar 2009 um 21:08:
Nee…das war schon okay so. Der Trümmerberg ist ja schon hoch genug. Nicht, dass er die 100 m noch schafft.
Lotte in Love » Blog Archive » Goodbye schrieb
am 7. Januar 2009 um 23:32:
[...] haben wir alle das 2008 verabschiedet (so war`s), so nehme ich den Jahreswechsel zum Anlass LotteinLove zu verabschieden. Eigentlich ist alles wie [...]
dani schrieb
am 12. Januar 2009 um 13:22:
na das hört sich ja ziemlich gut an. sollte mich auch mal auf diesen Teufelsberg aufmachen
Frohes 2009!
Leichtmatrose Falk schrieb
am 12. Januar 2009 um 14:25:
Ja, Dani, lohnt sich. Aber nicht an Sylvester um die 00:00 rum. Denn dann sieht man ja kaum was vor Rauch…
Leichtmatrose Hannes schrieb
am 12. Januar 2009 um 16:12:
Am Wochenende war alles voller Schnee und Schlitten.
Leichtmatrose Hannes schrieb
am 13. Januar 2009 um 17:57:
Wenn ich mir das so recht ansehe: Deine “Frau” sieht eher aus wie ein verchromter Taubenschiss. Nicht persönlich nehmen
pinselplins schrieb
am 22. Februar 2009 um 00:19:
Sag mal seid ihr eigentlich die Terroristen die mit Man power die Garderobe auf dem gewissen habt?
(wenn es nicht so sein sollte vergiss diesen Text einfach)
Leichtmatrose Falk schrieb
am 22. Februar 2009 um 00:25:
Exakt die sind wir, aber wie oben erwähnt, würde ich es als außerplanmäßige Abweichung unserer somstigen chirurgischen Präzision beim Jacken aufhängen bezeichen. Vor allem freundlich gemeint. Wieso? Gibt was daran auszusetzten? Oder gar Rachegefühle?
pinselplins schrieb
am 22. Februar 2009 um 00:55:
Rachegefühle ich! Nein nein keine sorge. Aber jetzt weis ich wer ihr seid
PS an den Abend hattet ihr wohl die chirurgische Präzision eines Vorschlaghammers
Leichtmatrose Falk schrieb
am 22. Februar 2009 um 00:58:
Ich würd ma sagen: durchschlagender Erfolg!