Bernd das Brot – Chronologie eines Verschollenen
| Freitag, 13. Februar 2009, 17:51Am 21. Januar traf die Meldung die Thüringer Landsleute hart: Bernd das Brot ist verschollen. Hatte der Griesgram nun endgültig die Schnauze voll von trist dreinschauenden Erfurtern? Oder war er es leid, ewig von Kindern und Touristen bestiegen zu werden? Oder steckte tatsächlich eine schreckliche Gräultat dahinter und Bernd wurde entführt? Die Ereignisse chronologisch:
- 21. Januar
Die Nachricht trifft die Erfurter hart: Bernd das Brot ist entführt worden. Oder hat er sich nur verkrümelt?
Gerüchte verbreiten sich darüber, wer überhaupt in der Lage gewesen sei den Koloss vom Fischmarkt zu verfrachten. War es der blaue Elefant im Auftrag der Maus? Sind die drei nach Osteuropa durchgebrannt, um sich dort mit billigem Fuselalkohol die Hucke vollzusaufen? - 22. Januar
Im Internet taucht ein Bekennervideo auf. Nicht die Maus und der Elefant haben Bernd entführt. Es bekennt sich eine Gruppe Besetzer eines Erfurter Jugendhauses, welches auf einem Industriegelände von “Topf & Söhne” steht. Dem Haus droht der Abriss. Die Stadtverwaltung erstattet Anzeige gegen Unbekannt. - 26. Januar
Die Backware mit unbekanntem Aufenthaltsort – von Bernd fehlt jede Spur. Die Osteuropa-Theorie wird wieder aktuell. In Köln werden jedoch Elefant und Maus angetroffen, beide behaupten Bernd nicht gesehen zu haben. -
1. Februar
Bernd hat es bis nach Weimar geschafft, wo er in einem Kellergewölbe eines Hauses auf einstigem Militärgebiet der Sowjets entdeckt wird. Die Thüringer Allgemeine schreibt, dass Bernd in einer atemberaubenden Aktion von der Polizei aus den Fängen der Entführer befreit wurde. Die Nachricht schlägt ein, wie eine Bombe, in Erfurt wird ein neuer Feiertag für den 1. Februar angekündigt.
In einem späteren Interview soll Bernd gesagt haben, dass er unversehrt sei, sich jedoch in den vergangenen acht Tagen nur von Wasser und Brot ernähren musste. Es sei ein Alptraum gewesen. - 2. Februar
Bernd trifft wieder in Erfurt ein. Aus der Garage der Polizeit lässt das wohl deprimierteste Kastenbrot Deutschlands in einem kurzen Statement verlauten, dass es sich Ruhe wünsche. - 3. Februar
Kriminaltechniker untersuchen Bernd auf Spuren in der Hefe, die Rückschlüsse auf die Kidnapper zulassen. Leider Fehlanzeige. - 4. Februar
Bernd das Brot wird wieder auf den Fischmarkt begleitet und steht wieder auf seinem angestammten Platz. Die Spurensuche brachte leider keine brauchbaren Hinweise, die Polizei hoffe nun auf Zeugenaussagen. Schaut man Bernd genau in die Augen, hat man das Gefühl, er schaue noch etwas grimmiger. Vielleicht war die Entführung doch gar nicht nur von Bosartigkeit geprägt?

Foto: Thüringer Allgemeine, S.Fromm
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Puppe schrieb
am 15. Februar 2009 um 10:51:
Gestern habe ich in einer Sendung auf dem rbb gelernt, dass Bernd das Brot in Berlin erfunden (öhm…oder hergestellt?) wurde.
Nur mal so.
Leichtmatrose Hannes schrieb
am 15. Februar 2009 um 10:59:
“Unheimlich” schreibt hier, dass Bernd dort (in Idstedt) gebacken wurde.
Puppe schrieb
am 16. Februar 2009 um 14:39:
Dann hat das Fernsehen gelogen? Das glaub ich nicht. Suche verzweifelt nach einem Beweis im Internet. Wenn ich was gefunden habe, lass ich es dich wissen.
P.S. Bernd du Brot…biste Berliner?