The Prodigy: ein Review
| Mittwoch, 4. März 2009, 13:44Ja, die Bude hat in der Tat gewackelt wie ein Kahn auf großer Fahrt und gute Töne haben wir Kistenweise gesammelt.
Wir sind also dort gewesen. Die Leichtmatrosen haben sich ins Getümmel geschmissen und eines von vier Deutschlandkonzerten der „Invaders must die!“ Tourvon The Prodigy besucht. Austragungsort war das Huxleys neue Welt in Berlin Kreuzberg. Eine großräumige Universal-Location mit guter Konzertatmosphäre. Laut Eigenangabe fasst das Huxleys 1600 Personen. Geschätzt waren es mehr. Aber man kann sich ja auch irren. Es war zumindest schon richtig was los als wir ankamen. Vor der Tür stand eine lange Schlange. Viele unglückliche suchten noch Karten. Der Einlass ging dann aber sehr schnell. Auf den Regenschirm in der Jacke reagierte der Sicherheitsmann mit „Knüppel? Ok!“. Drinnen war es auch schon gefüllt und aus den Boxen strömte intensive Elektromusik. Wie sich später herausstellte nur mit ungefähr einem Viertel der Bassleistung.
Wir waren ca. gegen 9 Uhr am Ort des Geschehens. Laut Plan sollte es nun losgehen. Da sich der Beginn von Konzerten erfahrungsgemäß oft verzögert war es nichts Besonderes als erstmal nichts geschah. Wie sich später herausstellte spielte allerdings schon DJ Tanith, der Vor-Act mit live twitter Funktion. Als nach halbzehn noch immer nichts geschah wurden wir langsam ungeduldig und die Tanzlaune sank. Als das Intro von Prodigy dann gegen 22Uhr erklang waren aber alle so richtig bei der Sache!!!
Nun aber zum eigentlich Wichtigen: dem Konzert!
Ein martialischen Intro aus skurrilen Sounds und drei flackernden überdimensionalen bösen Augenpaaren auf der Bühne baute sich zu einem Orkan auf, bis dann die Drei Recken samt Schlagzeuger und Bassisten auf der Bühne erschienen. Es blitze, rumpelte und zirpte. Der Sound der Anlage war sehr gut. Es war Gänsehautstimmung und als dann die ersten tiefen und satten Bassschläge einsetzten, war die Menge nicht mehr zu halten. Es ist sehr beeindruckend wenn 1600 Menschen im Gleichtakt zu springen beginnen. (und statisch ein wenig beängstigend, der Boden schwankte erheblich) Die optisch klein wirkende Lichtanlage strafte Spötter Lügen und feuerte ein Strobogewitter nach dem anderen in die Menge. (leider nicht viel auf die Bühne, sodass die Protagonisten meist im dunklen standen)
Der Start mit „Worlds on fire“ knallte uns um die Ohren und stellte klar, was hier gleich zu erwarten war. Die Tracklist bestand dann aus fast alles schnellen und lauten Stücken des neuen Albums und der Vergangenheit. Von Poison, über Diesel Power und Vodoo People bis Firestarter wurde alles in feinster Prodigy Manier serviert. Eigentlich also kein Grund unglücklich zu sein. Letztendlich hätten die kompakten 75 Minuten Konzert inklusive einer Zugabe noch Spielraum für ein wenig mehr gelassen. Aber auf der anderen Seite trübt nun nichts die Intensität. Und die vermochten die Helden auf der Bühne absolut zu vermittelt. Es wurde gepogt, gesprungen, gestagedivt, und geschrien. Kurz, genau so, wie es eigentlich auf jedem guten Konzert sein sollte. Es war genial und ich würde es immer wieder tun. Die Leichtmatrosen waren zum Schluss durch die Feuchtigkeitsgeschwängerte Luft und die eigene Aktvität so durchnässt dass man eigentlich die Klamotten auswringen hätte müssen. Gut, dass Küstenjungs Erfahrung mit Wasser haben und nicht so leicht absaufen. Aber dafür haben wir dem Berliner Volk gezeigt dass auch wir von der Küste zum abrocken taugen. Als Beweis gibt es das obige zugegebenerweise sehr schlechte Fotos vom Handy. Und um die Vibes des Abends noch einmal zu genießen ein Livevideo. Das ist zwar nicht aus Berlin, aber das tut der Stimmung keinen Abbruch:
„want some more? – Jaaaaaaaaa!”
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Falco schrieb
am 4. März 2009 um 14:14:
Klingt laut. Sehr laut. Aber sieht nach Spaß aus!
Leichtmatrose Hannes schrieb
am 4. März 2009 um 15:10:
Definitiv. Großer, feuchter Spaß
Florian schrieb
am 5. März 2009 um 18:49:
Danke für den aufschlussreichen Bericht!
Leichtmatrose Falk schrieb
am 6. März 2009 um 02:16:
Na aber gerne! Ich hoffe, wir konnten mit unseren testerischen Tätigkeiten weiterhelfen. Die Empfelung auf das nächste Konzert zu gehen , kann ich jedenfalls ruhigen Gewissens aussprechen.
Laui schrieb
am 27. März 2009 um 01:22:
War auch in Berlin und nach World’s On Fire & Their Law ging es mir und meinem Kumpel schon gut, obwohl schon heiser und die Kräfte merklich nachliessen
Aber wir haben’s durch gezogen und es war nur noch GEIL GEIL GEIL. Da reicht das Video von der Stimmung her gar nicht an Berlin ran, da ging’s mehr zur Sache ^^
Ich hoffe auf weitere Konzerte Ende des Jahres oder im Jahr 2010, Deutschland hätte sich mehr von THE PRODIGY verdient. Für alle die in der Nähe wohnen: viel Spass bei Rock am Ring/im Park und SMS, da sind sie im Line-Up. Don’t miss it! Go 4 it. Es ist einfach eine wunderbare, wenn auch schweißtreibende und kraftraubende Erfahrung!!!
Leichtmatrose Falk schrieb
am 27. März 2009 um 15:59:
Laui, da stimme ich gerne mit ein! Superstimmung, tolles Publikum und noch bessere Musik. Halt richtig zum abgehen und austoben. So soll es sein! Angucken!!! (und hören)