Typisch norddeutsch: Kluntje

von Leichtmatrose Falk | Samstag, 7. März 2009, 20:46

Erstmal vorweg:  Dies ist der wohl süßester Brandungskieker-Artikel aller Zeiten. Es geht nämlich um Zucker, genauer gesagt um eine spezielle Form von Kandis.

Es ist eigentlich jedem Bekannt was Kandis ist und das man das essen kann. Die meisten verbinden Kandis mit Tee und Friesland. Das ist schon mal gar nicht so falsch. Wichtig zu wissen ist aber, dass im Norden eine spezielle Art von Kandis verwendet wird, nämlich die King-Variante: Kluntje. Und das hat einen guten Grund.

In der Serie typisch norddeutsch leisten die Brandungskieker Aufklärungsarbeit. Schubsen die Norddeutschen Kühe? Was bedeutet eigentlich dieses “Moin”? Hier klären wir Euch über Klischees und Mythen rund um die Nordlichter und Fischköppe auf.

Aber jetzt erst mal halt: Löffelumrührverbot!, die erste Grundregel beim Süßen mit Kluntje.

Kluntje

Kluntje. Foto by Lyzzy unter CC-BY-SA

Benutzt wird der Kluntje nämlich nicht wie Raffinadezucker oder Krümelkandis. Vielmehr ähnelt die Verwendung einem Klostein, also technisch gesehen. Das ungeheuer Praktische an Kluntje ist, dass man nicht ständig jede Tasse einzeln süßen muss. Ein Kluntje verbleibt je nach seiner Größe und der Temperatur des Tees länger in der Tasse als eine Füllung. Hierzu trinkt man die Tasse auch nie ganz aus, sondern behält immer soviel Tee in der Tasse, dass der Kluntje knapp bedeckt bleibt. Drumherum bilded sich eine höhere Zuckerkonzentration die dann im Tee verteilt wird wenn man die Tasse neu füllt, was ungefähr nach jedem Nippen geschieht. Nach einiger Übungszeit hat man den Takt der Tassenneufüllung raus und somit eine optimale Süße. So trinkt man eine ganze Kanne Tee mit ca. drei Kluntje. Ist das nicht ein guter Grund?

Außerdem bilde ich mir ein, dass Kluntje besser schmeckt, als Raffinadezucker.

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